jri: „Unsere Nachwuchsarbeit hat Früchte getragen, von der Kinderfeuerwehr sind insgesamt 11 Kinder in die Jugendfeuerwehr übergetreten.“ berichtet Ortsbrandmeister Tobias Wiegel deutlich stolz auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Oldershausen.
Die Jugendwartin Mirja Winterberg berichtet von einem Mitgliederstand von 13 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr. Zwei Mitglieder konnten im vergangenen Jahr in die Einsatzabteilung übergeben werden. Besonders erfolgreich verlief die Wettbewerbssaison, gekrönt mit dem Nachtmarsch in Oldershausen anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Oldershausener Jugendfeuerwehr.
Auch Kinderfeuerwehrwartin Hannah Sophie Schlicht zeigte sich erfreut über die Entwicklung. Zehn Kinder wechselten im vergangenen Jahr in die Jugendfeuerwehr. Trotz der Übergabe liegt der Mitgliederstand der Kinderfeuerwehr bei 10 Mädchen und Jungen. Sechs Kinder erhielten im Sommer die Auszeichnung „Brandfloh“.
In seinem Jahresbericht sprach Wiegel von einem ruhigen Jahr mit 17 Einsätzen. Der Schwerpunkt lag mit zehn Alarmierungen im Bereich der Hilfeleistungen. Hinzu kamen fünf Brandeinsätze, ein Fehlalarm und eine Alarmübung.
Insgesamt leistete die Feuerwehr Oldershausen knapp 5000 Stunden in Einsatz- und Ausbildungsdiensten. „Da geht Zeit drauf im Ehrenamt.“ so Wiegel.
Nicht eingerechnet sind darin die zahlreichen zusätzlichen Stunden einzelner Funktionsträger. Gerätewart Dirk Kistenbrügger führte z.B. neben den regulären Diensten zahlreiche Ein- und Umbauten an den Fahrzeugen durch.
Ein besonderer Dank ging an die Samtgemeinde für die Beschaffung der neuen Tragkraftspritze.
Der Ortsbrandmeister berichtet von dem Aufbau der Zusammenarbeit mit der Nachbarfeuerwehr Handorf, Landkreis Lüneburg, im Rahmen von gemeinsamen Übungen in 2026. Gemeinsame Übungen stärken die Einsatzbereitschaft und gute Zusammenarbeit insbesondere vor dem Hintergrund des Ausbaus des Gewerbegebiets Eichholz und der zunehmenden Einsatzzahlen auf der nahegelegenen B 404.
Kritisch äußert sich Wiegel zu der aktuellen Lehrgangssituation. Es gebe zu wenig Plätze für die Bedarfe der Feuerwehren nachdem das Land Niedersachsen einige Lehrgangsdurchführungen auf die Samtgemeinden umgewälzt habe.
Positiv hob er die Entwicklung seiner Atemschutzgeräteträger hervor. Mit „historischen“ zwölf Atemschutzgeräteträger verfügt die Feuerwehr Oldershausen über so viele wie nie zuvor.
Mirja Winterberg konnte als erste weibliche Oldershausener Truppführerin vorgestellt werden.
Für die Dorfgemeinschaft veranstaltet die Feuerwehr Oldershausen traditionell u.a. das Osterfeuer und den Laternenumzug, sowie den Feuerwehrball. Das Fest erfreut sich großer Beliebtheit, auch über die Grenzen der Samtgemeinde hinaus. Der nächste Feuerwehrball findet am 14. November 2026 in Harms Hus statt.
Samtgemeindebürgermeisterin Kathrin Bockey gratuliert zur guten Nachwuchsarbeit der Feuerwehr Oldershausen als Grundlage für die Zukunft der Feuerwehr. Sie hob die Bedeutung der gemeinschaftlichen Erlebnisse, wie z.B. das Zeltlager hervor, das es so kaum noch in der Gesellschaft gebe.
Bockey informierte weiter über die Maßnahmen zum Thema Katastrophenschutz. Es gehe um die Sicherstellung einer unabhängigen Stromversorgung für das Rathaus als Zentrum des Katastrophenstabs, sowie Feuerwehren und andere öffentliche Einrichtungen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.
Gemeindebrandmeister Bernd Block betont die gute Ausbildungsqualität der Kinder- und Jugendfeuerwehren, die sich bei der QS 1 Ausbildung der angehenden Feuerwehrmitglieder bemerkbar mache. Ebenso freut er sich über die hohe Anzahl der AGT-Träger in Oldershausen und gibt an, dass im Verlauf des Jahres bis zu 20 weitere AGT-Träger aus den Elbmarschwehren ausgebildet werden sollen.
Block ehrt im Anschluss Andreas Schlicht zu 25 Jahren, Jens Fehlhaber zu 40 Jahren und Alfred Dittmer zu 50 Jahren Mitgliedschaft in der Feuerwehr.
Weiter führte Block Beförderungen durch.
Zum Feuerwehrmann wurde Jonathan Schulte, zum 1. Hauptfeuerwehrmann Falk Wulf und Antonio Rehr befördert.
Zu Brandmeistern wurden Hannah Sophie Schlicht, Marvin Tillemann und Lutz Rothenburger befördert.
Den Dienstgrad des Oberbrandmeisters erhielt Andreas Wulf.
Die Wehrführung mit Tobias Wiegel und Andreas Schlicht wurde zu Brandinspektoren befördert.

