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Rönne, lw: Es ist kurz vor Mittag, als Passanten am Elbufer an der Rönner Brücke einen Kajakfahrer bemerken der über das Wehr der Staustufe treibt und in den schäumenden Fluten verschwindet. Sie reagieren umgehend und allarmieren die Rettungskräfte.

Aus den Bundesländern Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein eilen die Retter an die Brücke. Beidseits der Elbe werden Boote zu Wasser gelassen und der Rettungshubschrauber Christoph 29 zieht im Tiefflug seine Kreise.

Schnell wird das gelbe Kajak am Ufer ausgemacht. Von dem Insassen fehlt jedoch jede Spur. Boote der Feuerwehr und des DLRGs suchen die unmittelbare Nähe des Wehrs ab. Weitere Boote übernehmen die Suche Stromabwärts. Inzwischen suche über 220 Retter nach dem Vermissten. Kräfte der Berufsfeuerwehr Hamburg sowie aus dem Landkreis Harburg und dem Kreis Herzogtum Lauenburg sind mit Tauchern vor Ort und prüfen, ob ein Tauchgang in unmittelbarer Nähe des Wehrs möglich ist. Auf Grund der enormen Strömungsverhältnisse wird dies wieder verworfen. Ein Sonarboot sucht den Grund der Elbe ab. Hierzu wird zeitweise eins der zwei offenen Wehrsegmente geschlossen. Feuerwehrboote der Feuerwehren aus dem Landkreis Harburg, Hamburg, sowie Schleswig-Holstein suchen zusammen mit Booten des DLRGs immer wieder den Elbverlauf ab. Zivile Bootsführer werden ebenfalls auf den laufenden Einsatz aufmerksam gemacht und um Unterstützung bei der Suchaktion gebeten. Die Besatzung eines zivilen Bootes entdeckt dann gut 400 Meter unterhalb des Wehres weitere persönliche Gegenstände, die von den Feuerwehren geborgen werden.

Im Einsatz sind nunmehr die Feuerwehren Rönne, Tespe, Drage (mit Boot), Hoopte (mit 2 Booten), der Fachzug Wasserrettung des Landkreises Harburg (mit Booten und Taucher), RTWs aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die DLRG der Elbmarsch und Winsen (mit Booten) auf niedersächsischer Seite, sowie die Freiwilligen Feuerwehren Kraul und Altengamme mit ihren Booten, die Berufsfeuerwehr Hamburg mit ihrer Tauchergruppe und aus Schleswig-Holstein die Feuerwehr Geesthacht (mit Boot), sowie die Taucher des DLRGs Ratzeburg. Außerdem vor Ort der Rettungshubschrauber Christoph 29 und Kräfte der Polizei aus allen drei Bundesländern. Geführt wird der Einsatz vom stellvertretenden Gemeindebrandmeister Benjamin Storbeck, der sein Lagezentrum direkt auf der Brücke oberhalb der Unglücksstelle aufgeschlagen hat. Die Elbquerung der B404 war für die Dauer des Einsatzes komplett gesperrt.

Im Laufe des Einsatzes konnten im unmittelbaren Bereich des Wehres dann weitere, persönliche Gegenstände aufgefunden werden. Darunter auch Ausweispapiere des Vermissten. Der Vermisste selbst konnte aber auch nach drei Stunden intensiver Suche mit einem enormen Personalaufgebot nicht aufgefunden werden. Weshalb der Einsatz schlussendlich abgebrochen werden musste.